Zimmer streichen Kosten 2026 — Was kostet ein Zimmer?

Zimmer streichen — Malerarbeiten in einem Wohnraum
Profi-Maler beim Streichen eines Wohnzimmers. Foto: Unsplash
Schnellantwort

Ein Zimmer streichen kostet beim Maler:

  • Kleines Zimmer (bis 15 m²): 150–400 €
  • Normales Zimmer (20 m²): 400–800 €
  • Großes Zimmer (25 m²+): 700–1.500 €
  • DIY (nur Material): 30–80 €

Alle Preise inkl. MwSt., Material und 2 Anstrichen. Quelle: Handwerker-Erfahrungswerte 2026, Region Rhein-Main.

Was kostet ein Zimmer streichen?

Die Kosten für das Streichen eines Zimmers hängen vor allem von der Wandfläche ab — nicht von der Grundfläche. Ein 20 m² Zimmer hat typischerweise 55–65 m² Wandfläche (Decke und Schrage eingerechnet). Hinzu kommen Vorbereitung, Material und Anfahrt.

Einfach
8–12 €
pro m² Wandfläche
Einfarbig, Weiß, 2 Anstriche
Standard ★
12–20 €
pro m² Wandfläche
Mit Spächtelarbeiten, inkl. Decke
Premium
20–35 €
pro m² Wandfläche
Kreidefarbe, Spezialeffekte, Tapete
DIY
2–5 €
pro m² (nur Material)
Selbst streichen, gute Vorbereitung

Preistabelle: Zimmer streichen nach Leistung

Was genau macht den Preis aus? Diese Tabelle zeigt die gängigsten Leistungen und ihre typischen Kosten:

LeistungPreis (inkl. MwSt.)
Nur Wände streichen (20 m² Zimmer)250–450 €
Wände + Decke streichen350–650 €
Tapete abziehen + Wände streichen450–800 €
Mit Grundierung (saugender Untergrund)+30–60 €
Spächtelarbeiten (Risse, Löcher)+50–150 €
Heizkörper streichen40–80 €
Fenster- und Türrahmen (innen)30–60 €
Komplettes Zimmer (alles inkl.)600–1.200 €
Premium (Kreidefarbe, Spezialeffekte)900–1.800 €
DIY (nur Farbe + Material)30–80 €

Preise inkl. MwSt. Quelle: Handwerker-Erfahrungswerte 2026, Region Rhein-Main.

Erst Angebote vergleichen — Preisunterschiede bis 40 %

Malerbetriebe kalkulieren sehr unterschiedlich. Für dasselbe Zimmer können die Angebote um 40 % auseinanderliegen. Mindestens 3 Angebote mit detaillierter Aufstellung einholen.

So sparst du beim Zimmer streichen

Mit diesen Maßnahmen lässt sich der Maler-Auftrag deutlich günstiger gestalten — ohne an Qualität zu sparen.

Eigenleistung: selbst abkleben und Möbel räumen
Wenn du Fenster, Leisten und Türzargen selbst abklebst und Möbel aus dem Zimmer räumst, sparst du 15–25 % der Gesamtkosten. Die meisten Maler rechnen das transparent ab.
Mehrere Zimmer gleichzeitig vergeben
Wer Zimmer, Flur und Schlafzimmer zusammen vergibt, bekommt meist 10–20 % Mengenrabatt. Anfahrt, Aufbau und Material werden nur einmal berechnet.
Winter beauftragen (November–Februar)
Im Sommer sind Malerbetriebe voll ausgebucht. Im Winter gibt es häufig 10–15 % Nachlass und kürzere Wartezeiten — oft beginnt der Auftrag innerhalb einer Woche.
Weiß oder helle Töne wählen
Satte Farbtöne (Dunkelblau, Anthrazit, kräftiges Grün) brauchen 3 Anstriche statt 2. Das kostet 3–8 €/m² extra. Weiß und helle Nuancen sind im Standard-Anstrich enthalten.
Mindestens 3 Angebote einholen
Der billigste Anbieter ist selten der beste — aber der teuerste nicht automatisch besser. Drei detaillierte Angebote mit Leistungsaufstellung einholen und genau vergleichen.
Material-Tipp

Alpina Weiß Das Original — hochdeckend, ein Anstrich reicht

Für DIY-Anstriche lohnt sich gute Qualität: Billige Farbe braucht 3 Anstriche statt 2. Alpina Weiß Das Original deckt in einem Anstrich, ist lösungsmittelfrei und für alle Untergründe geeignet. 11 Liter reichen für ca. 100 m².

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Zeitplan: Wie lange dauert ein Zimmer streichen?

Ein Profi-Maler braucht für ein 20 m²-Zimmer 1–2 Tage — DIY dauert mit Trockenzeiten 2–3 Tage.

Tag 1 — Vorbereitung (2–3 Std.)

Fenster, Türzargen und Fußleisten abkleben. Risse und Löcher spächteln. Möbel rücken oder abdecken. Bei Bedarf Grundierung auftragen und trocknen lassen.

Tag 1 — 1. Anstrich (3–4 Std.)

Decke zuerst, dann Wände von oben nach unten. Ecken und Kanten mit Pinsel, große Flächen mit Rolle. Trockenzeit: 4–6 Stunden.

Tag 2 — 2. Anstrich (2–3 Std.)

Zweiter Anstrich nach vollständiger Trocknung. Abklebeband vorsichtig abziehen, solange die Farbe noch leicht feucht ist. Kontrolle und Ausbesserungen.

Fertig — nach 24 Stunden vollständig trocken

Dispersionsfarbe ist nach 4 Stunden trocken, aber erst nach 24 Stunden vollständig ausgetröcknet. Erst dann Möbel zurückstellen.

Profi-Tipp vom Renovierungsexperten

Abklebeband immer diagonal abziehen — nie senkrecht zur Wand. So reicht die Farbe nicht mit und du bekommst eine saubere Kante. Am besten wenn die Farbe noch ganz leicht feucht ist, nicht wenn sie schon staubtrocken ist.

Häufige Fehler beim Zimmer streichen

Fehler 1: Kein Abklebeband

Ohne Abkleben sind Fußleisten, Fensterrahmen und Steckdosen nach dem Streichen verspritzt. Nachträgliches Reinigen dauert länger als das Abkleben selbst.

Fehler 2: Günstige No-Name-Farbe

Billige Farbe deckt schlecht und braucht 3 Anstriche statt 2. Am Ende kostet sie mehr — in Zeit und Material. Qualitätsfarbe von Alpina oder Schöner Wohnen zahlt sich aus.

Fehler 3: Untergrund nicht vorbereiten

Nikotinflecken, Feuchtigkeitsschaden oder alte Tapetenkleberrückstände bluten durch jeden Anstrich. Untergrund immer prüfen und bei Bedarf mit Tiefengrund vorbehandeln.

Fehler 4: Nur ein Angebot einholen

Wer nur einen Betrieb fragt, zahlt oft 30–40 % zu viel. Drei Angebote sind Pflicht — und zeigen dir gleichzeitig wer seriös kalkuliert und wer nicht.

Häufige Fragen zum Zimmer streichen

Ein Maler berechnet für ein Zimmer (ca. 20 m² Grundfläche, ca. 60 m² Wandfläche) zwischen 350 und 800 Euro — je nach Aufwand, Region und Qualität. Mit Decke, Spächtelarbeiten und Rahmen können es auch 1.000 Euro und mehr werden.

Für ein 20 m² Zimmer zahlt man beim Maler typischerweise 400–700 Euro inkl. Material und 2 Anstrichen. DIY kostet nur 30–60 Euro für die Farbe — dafür investierst du 1–2 Arbeitstage.

Ein Profi-Maler braucht für ein 20 m²-Zimmer 1–2 Tage inkl. Vorbereitung. DIY dauert mit Trockenzeiten zwischen den Anstrichen 2–3 Tage. Volle Trockenzeit: 24 Stunden nach dem letzten Anstrich.

Ja, wenn der alte Anstrich fest haftet, nicht blättert und keine Flecken hat. Bei nikotingelben Wänden, Feuchtigkeitsflecken oder Schimmel zuerst Tiefengrund auftragen — sonst bluten die Flecken durch jeden neuen Anstrich.

Dispersionsfarbe ist diffusionsoffen und günstig — ideal für Schlaf- und Wohnzimmer. Latexfarbe ist abwaschbar und feuchtigkeitsbeständiger — besser für Küche, Flur und Kinderzimmer. Latexfarbe kostet ca. 30 % mehr.

Grundierung ist nötig bei neuem Putz, nach dem Abziehen von Tapeten, bei stark saugenden Untergründen und wenn Flecken oder Verfärbungen durchbluten. Bei gut haftendem, intaktem Altanstrich kannst du sie weglassen und direkt 2 Anstriche auftragen.

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Andreas Berg
Andreas Berg
Renovierungsexperte — über 850 Projekte seit 2005. Gibt auf renovierung-ratgeber.de echte Kosten und Profi-Tipps weiter — ohne Werbeversprechen.
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