Fassade, Dach, Keller — Dämmung kostet 5.000–30.000 EUR je nach Umfang. Mit BEG-Förderung bis zu 25% Zuschuss. Welche Maßnahme sich 2026 zuerst lohnt — mit echten Preisen und Rechenbeispielen.
"Fang immer mit der Kellerdecke an. Kosten unter 2.000 EUR, Amortisation in 6 Jahren, kein Handwerker nötig. Danach Dachboden. Fassade kommt zum Schluss — sie ist teuer, aber bringt die höchste Gesamteinsparung."
Die Kosten variieren stark je nach Maßnahme, Material und Zugänglichkeit. Alle Preise inkl. Material und Einbau:
| Maßnahme | Kosten je m² | Beispiel (Einfamilienhaus) | Amortisation |
|---|---|---|---|
| Kellerdeckendämmung | 30–60 EUR/m² | 1.500–3.000 EUR (50 m²) | 6–9 Jahre |
| Dachboden-Aufsparren | 50–120 EUR/m² | 4.000–10.000 EUR (80 m²) | 8–12 Jahre |
| Fassadendämmung (WDVS) | 80–150 EUR/m² | 8.000–15.000 EUR (100 m²) | 10–15 Jahre |
| Innendämmung Außenwände | 40–90 EUR/m² | 4.000–9.000 EUR (100 m²) | 10–14 Jahre |
| Geschossdecke oben | 20–50 EUR/m² | 1.000–2.500 EUR (50 m²) | 5–8 Jahre |
| Dach-Aufsparrendämmung | 150–250 EUR/m² | 12.000–20.000 EUR (80 m²) | 12–18 Jahre |
| Komplettdämmung Paket | — | 15.000–30.000 EUR | 10–14 Jahre |
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Die Bundesförderung Effiziente Gebäude — Einzelmaßnahmen (BEG EM) läuft über das BAFA. Wichtig: Der Antrag muss vor der Beauftragung eines Handwerkers gestellt werden.
| Förderart | Quote | Max. förderfähige Kosten | Hinweis |
|---|---|---|---|
| BEG EM Grundförderung | 15% | 30.000 EUR/Wohneinheit | Standardfall |
| + iSFP-Bonus | +5% = 20% | 30.000 EUR | Mit Sanierungsfahrplan |
| Energieberater-Kosten | 80% | 4.000 EUR | Über BAFA separat |
| Effizienzhaus 55 EE | 20% | 48.000 EUR | Komplettsanierung |
| Effizienzhaus 40 EE | 25% | 60.000 EUR | Höchste Stufe |
Wer einen Handwerker beauftragt und danach den BAFA-Antrag stellt, verliert den Anspruch auf Förderung. Die Reihenfolge: 1. Energieberater kontaktieren, 2. Angebot einholen, 3. BAFA-Antrag stellen, 4. Handwerker beauftragen.
Die Dämmung der Kellerdecke von unten ist die günstigste Maßnahme mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Kein Gerüst, kein Handwerker zwingend nötig, schnell erledigt.
30–40% der Wärmeverluste eines alten Hauses gehen über das Dach verloren. Die Dämmung zwischen den Sparren ist günstiger als die Aufsparrendämmung und bei ausgebautem Dachgeschoss oft die einzige Option.
Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) bringt die höchste absolute Energieeinsparung — und ist gleichzeitig die teuerste und aufwändigste Maßnahme. Immer mit Fachbetrieb, immer mit BEG-Antrag vorher.
| Material | Wärmeleitfähigkeit | Typische Dicke | Preis/m² | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Mineralwolle (Glas/Stein) | 0,032–0,040 W/mK | 16–20 cm | 8–20 EUR | Nicht brennbar, günstig |
| EPS (Styropor) | 0,030–0,038 W/mK | 14–18 cm | 6–15 EUR | Sehr verbreitet, einfach |
| PIR/PUR-Hartschaum | 0,022–0,028 W/mK | 10–14 cm | 20–40 EUR | Dünnste Lösung, teuer |
| Holzfaserplatte | 0,040–0,050 W/mK | 20–26 cm | 15–30 EUR | Ökologisch, diffusionsoffen |
| Zellulose (Einblasen) | 0,038–0,042 W/mK | 20–24 cm | 12–22 EUR | Gut für Hohlräume |
| Maßnahme | Investition brutto | Nach BEG 20% | Einsparung/Jahr | Amortisation |
|---|---|---|---|---|
| Kellerdecke 50 m² | 2.000 EUR | 1.600 EUR | 160 EUR | 10 Jahre |
| Oberste Geschossdecke 80 m² | 2.800 EUR | 2.240 EUR | 300 EUR | 7–8 Jahre |
| Fassade WDVS 120 m² | 13.000 EUR | 10.400 EUR | 700 EUR | 15 Jahre |
| Komplett-Paket EH55 | 25.000 EUR | 20.000 EUR | 1.500 EUR | 13 Jahre |
Bei Gaspreisen von 0,12 EUR/kWh und Strompreisen von 0,32 EUR/kWh (Stand 2026) liegen die obigen Amortisationszeiten. Bei steigenden Energiepreisen — was historisch der Trend ist — amortisiert sich jede Dämmmaßnahme schneller.
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Wer erst baut und dann Förderung beantragt, bekommt nichts. Der Antrag muss zwingend vor Abschluss des Werkvertrags gestellt sein.
Innendämmung ohne Dampfsperre führt innerhalb weniger Jahre zu Schimmel in der Konstruktion. Immer Dampfbremse oder diffusionsoffene Konstruktion wählen.
Wenn die Fassade gedämmt, aber die alten Fenster behalten werden, entstehen Wärmebrücken an den Leibungen. Fenster immer bei Gelegenheit gleichzeitig tauschen.
WDVS ist handwerksintensiv. Fehlerhafte Anschlüsse an Fenstern oder am Sockel sind erst nach Jahren sichtbar — als Feuchte- und Schimmelschaden. Immer Referenzobjekte verlangen.
Die Gesamtkosten hängen vom Umfang ab: Kellerdecke (50 m²): 1.500–3.000 EUR. Dachboden-Aufsparren: 4.000–8.000 EUR. Fassadendämmung (100 m²): 8.000–15.000 EUR. Komplettdämmung: 15.000–30.000 EUR. Mit BEG-Förderung (15–25%) reduziert sich der Eigenanteil deutlich.
Das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis hat die Kellerdeckendämmung: Kosten 30–60 EUR/m², Amortisation in 6–8 Jahren. Danach Dachbodendämmung (oberste Geschossdecke). Fassadendämmung ist teurer, bringt aber die höchste absolute Einsparung.
Über die BEG EM (Bundesförderung Effiziente Gebäude, Einzelmaßnahmen) beim BAFA: 15% Grundförderung, +5% iSFP-Bonus (mit Sanierungsfahrplan), max. 30.000 EUR förderfähige Kosten je Wohneinheit. Antragsstellung VOR Beauftragung eines Handwerkers zwingend.
Kellerdecke und Dachboden (Matten auslegen) sind gut für DIY geeignet. Fassadendämmung (WDVS) sollte immer ein Fachbetrieb übernehmen — Fehler bei Anschlüssen führen zu Feuchteschäden und Schimmel. Für BEG-Förderung ist ein Fachunternehmen Pflicht.
Eine Fassadendämmung (WDVS) an einem Einfamilienhaus mit 120 m² Fassadenfläche dauert 2–4 Wochen. Bei guter Vorbereitung und trockenem Wetter. Für Dachboden oder Kellerdecke reichen oft 1–3 Tage.
Der iSFP-Bonus gibt 5% zusätzliche Förderung bei BEG-Einzelmaßnahmen. Der Sanierungsfahrplan wird von einem Energieberater erstellt (Kosten: 500–2.000 EUR, selbst zu 80% gefördert). Er lohnt sich besonders bei mehreren geplanten Maßnahmen.
3.000–25.000 EUR je nach System. BEG-Förderung bis 70% — alle Heizungstypen im Vergleich.
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PlanungVollständige Renovierung kostet 150–300 EUR/m² — alle Gewerke mit echten Preisen.