Außendämmung: Kosten 2026 pro m²

Wohnhausfassade als Ausgangspunkt für die Planung einer Außendämmung
System, Fassadenfläche, Anschlüsse und Untergrund bestimmen die Gesamtkosten der Außendämmung
Schnellantwort: Außendämmung 2026
40–80 €/m²
Kerndämmung
nur bei geeignetem Hohlraum
150–190 €/m²
WDVS
inklusive Gerüst, Putz, Arbeiten
200–350 €/m²
hinterlüftete Fassade
redaktioneller Korridor
WDVS- und Kerndämmungswerte nach Verbraucherzentrale · hinterlüftete Fassade als redaktionelle Budgetorientierung
Kosten berechnenDämmangebot prüfen

Was kostet eine Außendämmung?

Die Kosten hängen zuerst vom möglichen Dämmsystem ab. Eine Kerndämmung ist nur bei geeignetem zweischaligem Mauerwerk möglich. Ein Wärmedämmverbundsystem wird auf der Außenwand befestigt und verputzt. Eine hinterlüftete Fassade benötigt Unterkonstruktion, Dämmschicht, Hinterlüftungsebene und Bekleidung.

SystemTypischer UmfangOrientierung
KerndämmungEinblasdämmung in geeigneten Hohlraum40–80 €/m²
WDVSDämmplatten, Armierung, Putz, Gerüst und Arbeiten150–190 €/m²
Hinterlüftete FassadeUnterkonstruktion, Dämmung, Hinterlüftung und Bekleidung200–350 €/m²
Datenstand und Methodik: Die Verbraucherzentrale nennt 150–190 €/m² für WDVS und 40–80 €/m² für Kerndämmung. Für die aufwendigere hinterlüftete Fassade nutzt der Rechner einen redaktionellen Planungskorridor von 200–350 €/m². Konkrete Angebote können abweichen. Details stehen in unserer Methodik.

Außendämmung-Kosten berechnen

Orientierung für 150 m² WDVS22.500–28.500 €150 m² × 150–190 €/m²Ergebnis mit Angebot vergleichen

Nicht gesondert erfasst werden besondere Sockel-, Fenster-, Dach- und Brandschutzanschlüsse, Schadstoffsanierung oder schwierige Gerüstbedingungen.

Welches Dämmsystem passt zum Gebäude?

Kerndämmung

Sie kommt nur bei zweischaligem Mauerwerk mit geeignetem, ausreichend breitem und überprüftem Hohlraum infrage. Vorher müssen Aufbau, Hohlraum, Feuchte und mögliche Hindernisse untersucht werden.

Wärmedämmverbundsystem

Das WDVS verbindet Dämmstoff, Befestigung, Armierung und Außenputz zu einem abgestimmten System. Untergrund, Sockel, Fensterbänke, Dachüberstand, Befestigungen und Brandschutzdetails müssen zusammen geplant werden.

Hinterlüftete Fassade

Bei der vorgehängten hinterlüfteten Fassade liegen Dämmung und Bekleidung konstruktiv getrennt. Sie bietet viele Oberflächen, verlangt aber eine sorgfältige Unterkonstruktion, Hinterlüftung und Anschlussplanung.

Nicht nur Dämmstoffdicke vergleichen:

Wärmebrücken an Fenstern, Sockel, Dach und auskragenden Bauteilen sowie Schlagregenschutz, Brandschutz und Befestigung entscheiden über die Qualität des Gesamtsystems.

Förderung und GEG 2026

Die aktuelle Bundesinformation nennt für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle eine Grundförderung von 15 Prozent. Unter den geltenden Voraussetzungen kann ein iSFP-Bonus von 5 Prozent hinzukommen. Antrag, Energieeffizienz-Experte und technische Mindestanforderungen müssen vor der Beauftragung geklärt werden.

Für betroffene Außenwände nennt Anlage 7 des Gebäudeenergiegesetzes bei Wohngebäuden grundsätzlich einen maximalen U-Wert von 0,24 W/(m²·K). Es gibt Ausnahmen und Sonderregeln, etwa für technisch begrenzte Dämmschichtdicken. Die konkrete Planung gehört deshalb in fachkundige Hände.

Förderung vor dem Auftrag prüfen

Der Fördercheck dient als erste Orientierung. Maßgeblich sind die aktuellen Programmbedingungen und die individuelle Prüfung.

Fördermöglichkeiten prüfen

Was muss im Dämmangebot stehen?

  • tatsächliche Fassadenfläche und Abzüge
  • bestehender Wandaufbau und gewähltes Dämmsystem
  • Dämmstoff, Dicke, Wärmeleitfähigkeit und angestrebter U-Wert
  • Untergrundprüfung, Vorbereitung und Befestigungsart
  • Sockel, Fensterlaibungen, Fensterbänke, Dach- und Bauteilanschlüsse
  • Brandriegel oder andere erforderliche Brandschutzdetails
  • Gerüst, Schutzmaßnahmen, Entsorgung und Baustelleneinrichtung
  • Putz- oder Bekleidungsaufbau, Oberflächen und Farbtöne
  • Fördernachweise, Fachplanung, Netto- und Bruttopreis

Dämmangebot nachvollziehbar einordnen

Fassadenfläche und Gesamtpreis eingeben. Anschließend System, Anschlüsse, Gerüst und Nebenleistungen Position für Position vergleichen.

Eigene Leistung in Rhein-Main und Mittelhessen, klar gekennzeichnet.

Wann rechnet sich die Außendämmung?

Eine pauschale Amortisationszeit ist unseriös. Erforderlich sind mindestens der U-Wert vor und nach der Maßnahme, Fassadenfläche, örtlicher Heizaufwand, Wirkungsgrad der Heizung, Energiepreis, Investitionskosten, Förderung und Nutzungsdauer. Die Verbraucherzentrale zeigt, dass eine ungedämmte Wand und eine bereits teilweise gedämmte Wand zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Ist ohnehin eine Fassadensanierung mit Gerüst und neuem Putz geplant, können gemeinsame Planung und nur einmal anfallende Nebenarbeiten die Wirtschaftlichkeit verbessern.

Häufige Fragen

Die Verbraucherzentrale nennt für ein Wärmedämmverbundsystem einschließlich Gerüst, Putz und Arbeiten grob 150 bis 190 Euro pro Quadratmeter und für eine geeignete Kerndämmung etwa 40 bis 80 Euro. Eine hinterlüftete Fassade ist aufwendiger; dafür verwendet dieser Ratgeber einen redaktionellen Planungskorridor von 200 bis 350 Euro pro Quadratmeter.

Eine Kerndämmung ist meist am günstigsten, setzt aber ein geeignetes zweischaliges Mauerwerk mit nutzbarem Hohlraum voraus. Bei einer einschaligen Außenwand kommen eher ein Wärmedämmverbundsystem oder eine hinterlüftete Fassade infrage.

Nach den aktuellen Bundesinformationen beträgt die Grundförderung für Maßnahmen an der Gebäudehülle 15 Prozent. Unter den jeweiligen Voraussetzungen kann ein iSFP-Bonus von 5 Prozent hinzukommen. Förderfähigkeit, Antragstermin, technische Mindestanforderungen und die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten müssen vor der Beauftragung geprüft werden.

Anlage 7 des Gebäudeenergiegesetzes nennt für betroffene Außenwände von Wohngebäuden grundsätzlich einen Höchstwert von 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Das Gesetz enthält Ausnahmen und Sonderregeln; die konkrete Konstruktion muss deshalb fachlich geprüft werden.

Das Angebot sollte Fassadenfläche, System, Dämmstoff, Dicke und Wärmeleitfähigkeit, Untergrundvorbereitung, Befestigung, Sockel, Fensteranschlüsse, Wärmebrücken, Gerüst, Putz oder Bekleidung, Entsorgung sowie Netto- und Bruttopreis eindeutig ausweisen.

Nein. Wirtschaftlichkeit hängt vom bisherigen U-Wert, der Fassadenfläche, dem geplanten System, ohnehin anstehenden Fassadenarbeiten, Energiepreisen, Förderung und Nutzungsdauer ab. Besonders sinnvoll ist die gemeinsame Planung mit einer ohnehin notwendigen Fassadensanierung.

Quellen und Prüfgrundlage

Quellen geprüft am 19.08.2026. Die Preisrahmen sind Orientierungen und ersetzen weder eine Energieberatung noch ein verbindliches Fachangebot.

Passende Ratgeber und Tools

Vor der Beauftragung

System, Fassadenfläche, U-Wert, Anschlüsse, Gerüst und Förderbedingungen getrennt prüfen.

Dämmangebot prüfen